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Balkenplan

Balkenplan

Balkenplan in Excel: Grenzen und Alternativen

Wofuer ein Balkenplan in Excel reicht, ab wann Vorlagen kippen und wann der Schritt zu spezialisierter Planungssoftware faellig wird.

Wofuer Excel beim Balkenplan ausreicht
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Excel ist ein legitimes Werkzeug fuer kleine, ueberschaubare Plaene:

  • ein einzelnes Projekt mit klar abgegrenztem Umfang,
  • wenige Vorgaenge (Faustregel: unter ~30) ohne komplexe Abhaengigkeiten,
  • Status- oder Praesentationsbilder fuer eine Phase oder ein Vorhaben,
  • temporaere Ad-hoc-Planung, die nicht laenger als ein paar Wochen lebt.

In diesen Faellen liefert Excel schnell, ohne Lizenzfragen und ohne Einarbeitungsaufwand ein brauchbares Bild.

Typische Umsetzungen in Excel
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Drei verbreitete Wege, einen Balkenplan in Excel abzubilden:

  1. Gestapeltes Balkendiagramm – Startversatz als unsichtbarer Balken, Dauer als sichtbarer Balken. Funktioniert visuell, ist bei aenderungen aber fummelig.
  2. Bedingte Formatierung in einer Datumstabelle – Zellen werden je nach Startdatum und Dauer eingefaerbt. Einfach zu lesen, schwer zu pflegen, sobald sich Zeitraster oder Vorgangszahl aendern.
  3. Manuell gezeichnete Rechtecke – am schnellsten erstellt, am wenigsten robust. Eignet sich nur als Einmal-Bild.

Excel-Tabelle mit Datumsspalten als Header und Vorgaengen als Zeilen; Zellen ueber bedingte Formatierung zu einer Balkenoptik eingefaerbt.
Abb. 1: Variante ueber bedingte Formatierung in einer Datumstabelle.

Wo Excel-Balkenplaene kippen
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Die folgenden Anforderungen sind in Excel entweder gar nicht oder nur mit hohem Pflegeaufwand abbildbar:

AnforderungIn ExcelAnmerkung
Vorgangsabhaengigkeiten automatisch loesennicht vorgesehenAenderungen muessen manuell nachgezogen werden.
Kritischer Weg berechnennicht vorgesehenErfordert externe Logik oder umfangreiche Formeln.
Ressourcen mit Kalender und Auslastungnicht vorgesehenUrlaube, Schichten, Teilzeit sind nicht modelliert.
Qualifikationen pro Mitarbeiternur als ListeEine Konfliktpruefung gegen den Bedarf fehlt.
Mehrere Projekte mit gemeinsamem Poolnur als WorkaroundKonsolidierung ueber Mappen oder Verknuepfungen ist fehleranfaellig.
Soll-Ist-Vergleich ueber mehrere BaselinesmanuellBaselines muessen explizit kopiert und gepflegt werden.
Versionierung und AuditierbarkeitbegrenztAenderungshistorie liegt im Datei- und nicht im Datenmodell.

Sobald eine dieser Anforderungen real wird, verlaesst Excel den Bereich, in dem es zuverlaessig arbeitet.

Symptome eines ueberforderten Excel-Balkenplans
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Sieben Warnzeichen, die in der Praxis regelmaessig auftauchen:

  • Die “aktuelle” Version der Plan-Datei zirkuliert in zwei oder drei parallelen Staenden per E-Mail.
  • Aenderungen an einem Vorgang erfordern manuelle Anpassungen in mehreren Spalten oder Bloecken.
  • Ressourcenkonflikte fallen erst auf, wenn der Mitarbeiter sich selbst meldet (“Ich bin diese Woche doppelt verplant”).
  • Urlaube und Feiertage werden vergessen, weil sie nicht im Modell stehen.
  • Das Aktualisieren eines Quartalsplans dauert laenger als das Projekt selbst plant einzusparen.
  • Niemand traut sich mehr, die Datei zu oeffnen, wenn Formeln verschachtelt sind.
  • Reports an die Geschaeftsfuehrung beruhen auf Excel-Kopien, deren Stand niemand mehr belegen kann.

Wann der Wechsel sich rechnet
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Der wirtschaftliche Punkt ist erreicht, wenn die laufenden manuellen Pflege- und Korrekturkosten die Lizenzkosten einer spezialisierten Loesung uebersteigen. In der Praxis tritt das oft schneller ein als gedacht – haeufig schon beim zweiten parallelen Projekt mit gemeinsamem Personal- oder Maschinenpool.

Typische Wechselgruende:

  1. mehrere Projekte teilen sich denselben Mitarbeiterstamm,
  2. die Planung muss Qualifikationen und Verfuegbarkeit beruecksichtigen,
  3. Aenderungen muessen sofort durch den Plan propagieren,
  4. das Management verlangt zuverlaessige Soll-Ist-Vergleiche,
  5. der Plan muss revisionssicher dokumentiert sein.

Sinnvolle Alternative
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Statt Excel-Vorlagen ueber Jahre weiterzubasteln, ist eine Planungssoftware mit echtem Ressourcen- und Kapazitaetsmodell wirtschaftlich oft die einfachere Loesung.

Dieselben Beispiel-Vorgaenge wie in den Excel-Screenshots, jetzt in Rillsoft Project mit Vorgangsabhaengigkeiten, Ressourcenspalte und Auslastungsindikator.
Abb. 3: Derselbe Plan in Rillsoft Project – mit Abhaengigkeiten, Ressourcenzuweisung und Auslastung in einer Sicht.

Rillsoft Project bildet Termin-, Ressourcen- und Kapazitaetsplanung in einem Werkzeug ab. Mehr dazu auf der Seite Ressourcenplanung-Software. Wer aktuell mit Microsoft Project oder Project-Server-Workarounds plant, findet eine direkte Einordnung unter Microsoft Project Alternative.

Weiterlesen
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Haeufige Fragen

Balkenplan in Excel – haeufige Fragen

Kann ich einen Balkenplan in Excel erstellen?

Ja. Excel bietet ueber gestapelte Balkendiagramme oder bedingte Formatierung tragfaehige Loesungen fuer einzelne Projekte mit wenigen Vorgaengen. Fuer kleine Plaene und Statusbilder reicht das aus.

Welche Grenzen hat ein Balkenplan in Excel?

Excel rechnet keine Vorgangsabhaengigkeiten automatisch, kennt keine Ressourcenverfuegbarkeit, keinen Kalender und keinen projektuebergreifenden Pool. Jede Aenderung muss manuell nachgezogen werden – das macht groessere Plaene fehleranfaellig.

Wann lohnt sich ein Wechsel von Excel zu einer Planungssoftware?

Sobald Abhaengigkeiten, mehrere parallele Projekte oder geteilte Ressourcen ins Spiel kommen, ueberwiegen die manuellen Pflegekosten den Vorteil der Excel-Flexibilitaet. Spaetestens dann ist eine spezialisierte Loesung wirtschaftlicher.

Reicht eine Excel-Vorlage fuer Multiprojektplanung?

In der Regel nein. Multiprojektplanung verlangt einen gemeinsamen Ressourcenpool, Konflikterkennung und Auslastungssicht. Diese Funktionen lassen sich in Excel nur sehr aufwendig nachbauen und brechen bei jeder strukturellen Aenderung.